Welche Versicherung brauchst du wirklich?

Welche Versicherung brauchst du wirklich?

Nadia 21.10.20 Ø 2 Min. Lesezeit

Erwerbsausfall, Erwerbsunfähigkeit oder doch eher Berufsunfähigkeit?

Die verschiedenen Begriffe rund um das Thema Erwerbsunfähigkeit sowie die unterschiedlichen dazugehörigen Versicherungen können schon mal zu Verwirrung führen. Hier klären wir auf, was es mit Erwerbsausfall, Erwerbsunfähigkeit und Arbeitsunfähigkeit auf sich hat. Zudem erklären wir dir, welche Versicherung wann zum Tragen kommt.

Erwerbsausfall, Erwerbsunfähigkeit und Arbeitsunfähigkeit

Erwerbsausfall: Ein Erwerbsausfall kann aufgrund von Krankheit und Unfall eintreten, muss aber nicht. Denn wer erwerbsunfähig ist hat nicht zwingend auch einen Erwerbsausfall. Ein Erwerbsausfall kann auch durch natürliche Umstände entstehen. Ein Beispiel für einen Erwerbsausfall ist, wenn bei einem Bauern die Ernte aufgrund von schlechtem Wetter ausfällt.

Erwerbsunfähigkeit: Wenn du körperlich, geistig oder psychisch beeinträchtigt bist und es dir dadurch nicht mehr möglich ist, einen Beruf in vollem Umfang nachzugehen, so spricht man von Erwerbsunfähigkeit.

Arbeitsunfähigkeit: Arbeitsunfähig bist du dann, wenn du aufgrund der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht mehr in der Lage bist deine Arbeit zu leisten. Im Gegensatz zur Erwerbsunfähigkeit handelt es sich hierbei um eine kürzere Dauer z.B. eine Grippe oder Schwangerschaft.

Arbeitsunfähig kann man zum Beispiel für eine Tätigkeit sein, während man eine andere Tätigkeit noch ohne Einschränkungen ausführen kann. Zum Beispiel ist man auf dem Bau arbeitsunfähig wenn man ein Bein gebrochen hat. Allerdings ist man immer noch in der Lage eine sitzende Tätigkeit auszuführen mit einem gebrochenen Bein. 

Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Unfallversicherung, Krankentaggeldversicherung

Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung sichert den Versicherten bei einer Erwerbsunfähigkeit finanziell ab. Ab einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von mindestens 25% wird eine anteilsmässige Rente, welche anhand des versicherten Betrages berechnet wird, ausbezahlt. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Unfall oder eine Krankheit zur Erwerbsunfähigkeit geführt haben. Diese hilft vor allem zur Fortführung des bisherigen des Lebensstandards.

Unfallversicherung: Wenn du mindestens 8 Stunden am Tag beim gleichen Arbeitgeber arbeitest, ist dein Arbeitgeber verpflichtet, dich gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten zu versichern. Dabei trägt dein Arbeitgeber die Berufsunfall/Berufskrankheiten-Prämie und du die Nichtberufsunfall-Prämie, die dir vom Lohn abgezogen wird. Wenn du also verunfallst, zahlt die Versicherung deinesArbeitgebers.

Krankentaggeldversicherung (KTG): Die Krankentaggeldversicherung tritt bei Lohnausfall infolge Krankheit ein. Im Gegensatz zur Unfallversicherung ist sie nicht obligatorisch. Trotzdem besteht beim Ausfall eines Arbeitnehmers infolge Krankheit die Pflicht der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber. Dies kann je nach Dienstjahr und Kanton variieren. Hier findest du eine Auflistung, wie lange du noch Lohn von deinem Arbeitgeber bekommst, im Falle einer Krankheit. Mit der Krankentaggeldversicherung kann sich der Arbeitgeber absichern, dass er keine zu grossen Verluste macht, wenn ein Arbeitnehmer infolge Krankheit ausfällt.

Auszahlung Krankentaggeld

Die Leistungen des KTG dauern zwischen 365 und 730 Tage dauern. Während dieser Zeit wird der Lohnausfall infolge Krankheit zu 80, 90 oder 100% durch die Krankentaggeldversicherung bezahlt.

Einzelversicherung vs. Kollektivvertrag für die Krankentaggeldversicherung

Die Krankentaggeldversicherung kann entweder als Einzelversicherung oder als Kollektivvertrag abgeschlossen werden.

Einzelversicherungen werden Arbeitnehmern empfohlen, die durch ihren Arbeitgeber nicht versichert sind.

Kollektivverträge bietet sich Unternehmen an. Dabei legt man eine Wartefrist fest und erhält im Falle der Arbeitsunfähigkeit bei Krankheit für seine Arbeitnehmer das sogenannte Krankentaggeld, das diesen ausbezahlt wird. Meist wird dem Arbeitnehmenden die Prämie der Krankentaggeldversicherung dabei vom Lohn abgezogen.

Dabei profitieren Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber insgesamt von einer tieferen Prämie dank einem Kollektivvertrag. Dadurch wird ihnen Sicherheit gewährleistet in dem Sinne, dass nicht den Lohn für kranken Arbeitnehmende zahlen müssen obwohl sie keine Arbeitsleistung des Arbeitnehmers erhalten.

Zusammenfassung

Zusammenfassend ist es wichtig zu wissen, dass Erwerbsunfähigkeit, Erwerbsausfall und Arbeitsunfähigkeit drei verschiedene Paar Schuhe sind und es sie nicht zu verwechseln gilt. Auch die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Unfallversicherung und Krankentaggeldversicherung bieten verschiedene Leistungen an.

EmmaLife hilft dir, dich richtig für Erwerbsunfähigkeit abzusichern um deinen Lebensstandard aufrechtzuerhalten auch wenn du nicht mehr erwerbsfähig bist. Wir bieten dir zudem einen Krisencoach und sind jederzeit für dich erreichbar bei Fragen.

 

Alles über EmmaLifes Erwerbsunfähigkeitsversicherung