Was ist eine Hypothek?

Was ist eine Hypothek?

EmmaLife 20.07.22 Ø 3 Min. Lesezeit

Für viele Menschen ist es ein grosser Meilenstein – den Wunsch vom Eigenheim verwirklichen. Die Mehrheit der Käufer benötigt hierzu eine Hypothek. Doch: Was ist eine Hypothek überhaupt? EmmaLife erklärt dir alles über Pflichten, Zinsen und verschiedene Modelle. 

 

Bei der Hypothek handelt es sich um ein Darlehen bei einem Hypothekengeber wie zum Beispiel einer Bank, für das du Zinsen bezahlst. Um das Darlehen abzusichern, erhält der Hypothekengeber das Grundpfandrecht an deiner Immobilie. Kannst du also die Zinsen nicht bezahlen, dient die Immobilie als Sicherheit.

Voraussetzungen für eine Hypothek - Belehnung und Tragbarkeit 

Die Belehnung gibt den Anteil am Kaufpreis der Immobilie an, den der Hypothekengeber durch die Hypothek übernimmt. Sie darf maximal 80 Prozent betragen. Du als Käufer musst in der Lage sein, mindestens 20 Prozent des Kaufpreises in Form von Eigenkapital einzubringen. Davon dürfen maximal 10 Prozent aus deiner privaten Vorsorge (z.B. Säule 3a) stammen. Die Tragbarkeit sagt aus, ob du die laufenden Gesamtkosten für dein Eigenheim – namentlich Hypothekarzinsen, Amortisation der Hypothek und Nebenkosten deiner Immobilie – bezahlen kannst. Die Hypothek ist tragbar, wenn die rechnerischen Gesamtkosten maximal ein Drittel deines Bruttojahreseinkommen betragen. Da sich das Zinsniveau verändern kann, wird dabei mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 5 Prozent gerechnet.

Der Unterschied zwischen erster und zweiter Hypothek

Eine erste Hypothek gibt es bis zu einer Belehnung von etwa 65-67 Prozent. Genügt die Summe aus Eigenkapital und 1. Hypothek nicht zur Finanzierung deines Traumhauses, kannst du eine zweite Hypothek aufnehmen. Mit dieser stockst du auf die maximale Belehnung von 80 Prozent auf. Die 2. Hypothek ist eine so genannte zweitrangige oder nachrangige Hypothek. Das heisst, im Falle eines Zwangsverkaufs der Immobilie wird aus dem Verkaufserlös zuerst die 1. Hypothek getilgt. Für die Tilgung der 2. Hypothek reicht das Geld unter Umständen nicht mehr aus. Zweithypotheken sind für den Kreditgeber also mit einem höheren Verlustrisiko verbunden, darum ist der Zins für die Zweithypothek oft 0,5 bis 1 Prozentpunkte höher als für die Ersthypothek. 

Wichtig zu wissen: Die erste Hypothek muss nicht zwingend amortisiert, sprich abbezahlt werden. Hingegen musst du die zweite Hypothek innerhalb von 15 Jahren abbezahlen. 

EmmaLife fasst für dich zusammen: 

  • Als Hypothek bezeichnet man das Fremdkapital, das du für einen Immobilienkauf benötigst.
  • Für die Finanzierung deines Eigenheims brauchst du mindestens 20% Eigenkapital
  • Mit der ersten Hypothek finanzierst du die ersten 65 % des Liegenschaftswerts. Die zweite Hypothek finanziert den Rest.
  • Auf die Hypothek bezahlst du dem Darlehensgeber einen jährlichen Zins, den sogenannten Hypothekarzins.
  • Die laufenden Kosten der Hausfinanzierung sollten nicht mehr als 33 % deines Einkommens betragen, man spricht von Tragbarkeit
  • Um die Hypothek zurückzuzahlen, kann eine indirekte Amortisation über eine Lebensversicherung Sinn machen.

Um deine Liebsten zu schützen macht es Sinn, eine Todesfallversicherung und eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung abzuschliessen. Damit stellst du sicher, dass sie im Ernstfall im Eigenheim wohnen bleiben können.