Umfrage: Vorsorgesituation bei LGBTQ+ Personen #idahobit21

Umfrage: Vorsorgesituation bei LGBTQ+ Personen #idahobit21

EmmaLife 17.05.21 Ø 2 Min. Lesezeit

EmmaLife hat, passend zum #idahobit21 vom 17. Mai 2021, eine nicht repräsentative Umfrage mit rund 80 Teilnehmer:innnen durchgeführt. Ziel der Umfrage war es zu verstehen, wie die Vorsorgesituation bei LGBTQ+ Personen aussieht. Die Teilnehmer:innen stammen aus der Deutschschweiz und sind zwischen 30 und 50 Jahren alt. 

Am 17. Mai findet jeweils der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie statt, um auf die Diskriminierung aufmerksam zu machen. Der 17. Mai kennzeichnet den Tag, an dem die World Health Organization 1990 Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel für Krankheiten gestrichen hat.

Die Erkenntnisse aus der Umfrage helfen uns, unser Angebot auch für die LGBTQ+ Community zu verbessern und trotz der Komplexität des Thema Vorsorge mehr Transparenz und Verständnis zu schaffen. 

Hier haben wir die spannendsten Fakten für dich zusammengestellt: 

Einstellung und Wissen zu Vorsorge

  • Die Teilnehmer:innen sind gegenüber dem Thema Vorsorge eher positiv eingestellt.
  • Durch eine Inhaltsanalyse über die Umfrage hinweg lässt sich feststellen, dass eine Unsicherheit bei LGBTQ+ Personen besteht, wie gut sie tatsächlich in der Vorsorge abgesichert sind. Auch Paare in einer eingetragenen Partnerschaft sind sich ihrer Rechtslage (und der damit einhergehenden Vorsorgesituation) unsicher.
  • Viele nehmen fälschlicherweise an, dass die eingetragene Partnerschaft der Ehe bzgl. Vorsorge gleichgestellt ist. Dass es für die Hinterbliebene in einer lesbische Beziehung in Eintragung keine Witwenrente gibt, sondern nur eine Witwerrente, wissen die wenigsten!

Ängste und Herausforderungen bei Vorsorge

  • Ein Grossteil (ca. 85%) der befragten Personen geben an, dass sie mit finanziellen Sorgen wie Einkommenslücken, Aufwendungen für Kinderbetreuung o.ä.zu kämpfen hätten, wenn der/die Partner/in stirbt.
  • Eingetragenen Partnerschaft: Die Ungleichheit zwischen Witwenrente und Witwerente führt zu einer einer Lücke in der Hinterlassenenrente. Diesem Umstand sind sich nur wenige lesbische Paare in eingetragener Partnerschaft bewusst. Schwule Paare in einer Eintragung sind sich der Problematik gar nicht bewusst.

Vorkehrungen, der:die Partner:in abzusichern

  • 45% haben keine Massnahmen getroffen, den:die Partner:in abzusichern. 55% haben mindestens eine Vorkehrung getroffen,  den:die Partner:in abzusichern.
  • Die häufigste Vorkehrung, die LGBTQ+ Personen treffen, ist den:die Partner:in als Begünstigte:r in der Pensionskasse eintragen zu lassen.

Vorkehrungen die Kinder abzusichern

  • 40% haben keine Massnahme getroffen, die Kinder abzusichern. Dieser hohe Anteil lässt sich damit erklären, dass 50% leibliche Kinder aus einer früheren heterosexuellen  Beziehung stammen und rund 10 Prozent adoptierte Stiefkinder sind. Diese Kinder sind staatlich abgesichert.
  • Trotzdem haben 40% der Eltern von Kindern in Folge einer Samenspende oder „Andere“ keine Massnahme getroffen die Kinder abzusichern. 
  • 60% haben ihre Kinder abgesichert. Davon haben 29% die Kinder mit einem Testament und ebenfalls 29% mit einer Lebensversicherung/Todesfallversicherung abgesichert.

Vorkehrungen bezüglich Risikovorsorge

  • Paare mit Kinder haben häufiger eine Lebensversicherung oder Todesfallversicherung (72%) als Paare ohne Kinder (50%).
  • Paare mit Kinder haben am häufigsten eine Todesfallversicherung.
  • Paare ohne Kinder haben dagegen am häufigsten eine Spar-Lebensversicherung.

Motive für eine Todesfallversicherung/Lebensversicherung

  • Häufig wird die Beziehung oder die Kinder als Grund genannt.
  • Auch der Hauskauf kann ein Motiv sein eine Risikolebensversicherung abzuschliessen. 
  • Wenige haben die fehlende Witwenrente als Grund genannt.

Informationsbeschaffung 

  • Das Internet gilt als hilfreichste Informationsquelle. Dort sind die Informationen oftmals  zugänglicher und LGBTQ+ Personen können zielgerichtet nach Informationen suchen.
  • Unsere Inhaltsanalyse hat allerdings ergeben, dass einige Befragte Probleme hatten, 
    Informationen zu LGBTQ+ Themen und der Gesetzgebung bzgl. Vorsorge zu finden.

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