Risikolebensversicherungen im Versicherungs-Universum

Risikolebensversicherungen im Versicherungs-Universum

Nadia 25.08.20 Ø 2 Min. Lesezeit

Hast du dich auch schon gefragt was es mit Risikolebensversicherungen auf sich hat?

Heute erklären wir dir wie Risikolebensversicherungen von anderen Versicherungen abzugrenzen sind und welche Arten von Risikolebensversicherungen es gibt.

Wie sind Lebensversicherungen von anderen Versicherungen abzugrenzen?

Es gibt Personenversicherungen, Sachversicherungen und Vermögensversicherungen. Bei Personenversicherungen sicherst du das Leben einer oder mehrerer Personen ab, also z.B. im Fall des Todes oder der Invalidität. Im Vergleich dazu, sicherst du bei Sachversicherungen den Verlust oder die Beschädigung an Sachwerten ab (z.B. Auto, Hausrat etc.). Bei Vermögensversicherungen sicherst du dein Vermögen ab (z.B. Haftpflicht, Rechtsschutz etc.).

Lebensversicherungen gehören in die Sparte der Personenversicherungen und können unterschieden werden in Risikolebensversicherungen und kombinierte Sparversicherungen.

Risikolebensversicherung vs. kombinierte Sparversicherung

Lebensversicherungen sind unterteilbar in Risikolebensversicherungen und kombinierte Sparversicherungen.

Kombinierte Sparversicherung

Eine kombinierte Lebensversicherung verknüpft Sparen und Risikoabsicherung. Du sparst dabei im Rahmen der 3. Säule mit regelmässigen Prämienzahlungen Kapital für die Altersvorsorge an. Das heisst, du kannst zu einem festgelegten Zeitpunkt auf das angelegte Sparkapital zurückgreifen, auch wenn es weder zur Erwerbsunfähigkeit noch zum Todesfall kommt. Zusätzlich beinhaltet diese Versicherung aber auch einen Risikoschutz. Falls es also zur Erwerbsunfähigkeit oder zum Todesfall kommt, wird dir bzw. deinen Begünstigten die Versicherungssumme ausbezahlt. Eine fondsgebundene Lebensversicherung ist eine Form der kombinierten Lebensversicherung. Damit kombinierst du die Vorteile einer Lebensversicherung (Absicherung Todesfall/Erwerbsunfähigkeit) mit den Renditechancen von Fondsanlagen.

Risikolebensversicherung

Bei einer Risikolebensversicherung zahlst du regelmässig eine Prämie, baust damit aber kein Kapital auf. Nur wenn das versicherte Risiko eintritt (Tod oder Erwerbsunfähigkeit), wird dir die vertraglich garantierte Summe ausbezahlt. Wenn der Leistungsfall nicht eintritt, erhältst du kein Geld nach Ablauf deiner Vertragslaufzeit. Dasselbe gilt ja auch bei deiner Auto- oder Hausratsversicherung. Risikolebensversicherungen erlauben die Absicherung verschiedener Lebensumstände: Erwerbsunfähigkeit und Todesfall.

Arten von Risikolebensversicherungen

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist eine Versicherung gegen Einkommensausfall bei Invalidität. Sie greift ein, wenn du aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit nicht mehr in der Lage bist deinen Beruf auszuüben. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung hilft dir, deinen bisherigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten und wird in Form einer regelmässigen Rente ausbezahlt. Die Höhe der Rente im Invaliditätsfall richtet sich nach dem Grad deiner Invalidität, der bestimmt wird durch die Eidgenössische Invalidenversicherung, IV. Generell erhältst du ab einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 25-30% eine anteilige Rente und ab einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 66-70% eine volle Rente. Dies ist jedoch von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich. Zudem kann die Wartefrist variieren. In den meisten Fällen bist du bis zu zwei Jahre nach dem Unfall/Krankheit, die zur Erwerbsunfähigkeit geführt hat, über deinen Arbeitgeber versichert. Deshalb macht eine Wartefrist von zwei Jahren häufig Sinn. Somit erhältst du erst zwei Jahre nach Eintritt der Erwerbsunfähigkeit eine Auszahlung der Rente über deine Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Todesfallversicherung

Eine Todesfallversicherung ist eine Versicherung, die das finanzielle Risiko eines Todes absichert. Sie springt ein, wenn du während der Laufzeit aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls stirbst. In dem Fall erhalten die von dir gewählten Begünstigten die versicherte Geldleistung, das sogenannte Todesfallkapital. Begünstigte sind meist Familienangehörige, Geschäftspartner, oder Kreditgeber. Bei Todesfallversicherungen über die Säule 3b sind deine Begünstigten frei wählbar und die Vertragslaufzeit sowie die Versicherungssumme sind flexibel. Insgesamt ist es wichtig zu beachten, welche Todesursachen (nicht) eingeschlossen sind.

Zusammenfassung

Insgesamt kann dieses Versicherungs-Universum schon mal zu Verwirrung führen. Aber gerade bei Lebensversicherungen ist es einfach wichtig zu wissen, dass vor allem Risiken wie ein Todesfall oder eine Erwerbsunfähigkeit abgesichert werden können. Dies ist vor allem hilfreich um den eigenen Lebensstandard aufrechtzuerhalten sowie seine Liebsten vor finanzieller Not zu schützen.

Da du jetzt genau weisst wie sich Risikolebensversicherungen einordnen lassen, bist du bereit unsere verschiedenen zu durchstöbern. Viel Spass!

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