Checkliste Todesfall: Was tun im Ernstfall?

Checkliste Todesfall: Was tun im Ernstfall?

EmmaLife 20.04.21 Ø 1 Min. Lesezeit

Nach dem Tod eines geliebten Menschen steht niemandem der Kopf nach Formalitäten. Dennoch müssen die Angehörigen sofort handeln. EmmaLife hat dir die wichtigsten zehn Schritte zusammengefasst und dir zur Erleichterung eine Checkliste erstellt. 

Checkliste: Was tun im Todesfall? 

Wir haben dir eine Checkliste zum Todesfall erstellt. Lade sie herunter, um einen Überblick zu haben, was alles ansteht: 

Checkliste Todesfall

Meldung des Todesfalls

Stirbt eine Person zu Hause, musst du den Hausarzt oder den Notarzt informieren. Dieser wird den Tod feststellen und den Totenschein ausstellen. Solltest du den Verdacht auf einen Unfall, Suizid oder sogar eine Gewalttat haben, muss sofort die Polizei benachrichtigt werden. 

Stirbt jemand im Spital oder im Heim, verständigt das Pflegepersonal den Arzt. Der Totenschein wird in der Regel direkt an das zuständige Zivilstandsamt gesandt. Auch Angehörige erhalten ein Exemplar.

Das nähere Umfeld ­informieren

Informiere Angehörige, Freunde und den Arbeitgeber über den Todesfall. Nimm dir Zeit für die Gespräche mit den Angehörigen. 

Wünsche des Verstorbenen ermitteln

Die verstorbene Person hat sich möglicherweise Gedanken zum eigenen Tod gemacht und die Wünsche zur Bestattung oder Anordnungen zum eigenen Tod gemacht. 

Suche deshalb nach den Unterlagen und dem letzten Willen des Verstorbenen. Sprich auch mit anderen Angehörigen darüber, was für Vorstellungen bestehen.

Das Zivilstandsamt benachrichtigen

Innerhalb von zwei Tagen muss der Tod gemeldet werden und zwar auf dem Zivilstandsamt am Sterbeort. 

Auf das Zivilstandsamt ist die ärztliche Todesbescheinigung mitzubringen und, falls vorhanden, Familienbüchlein oder Familienschein, Schriftenempfangsschein, Pass oder Identitätskarte und bei ausländischen Staatsangehörigen der Ausländerausweis. 

Der Zivilstandsbeamte bespricht mit euch, wann, wie und wohin der Verstorbene überführt und wo er aufgebahrt werden soll, ob eine Feuer- oder eine Erdbestattung gewünscht wird, wann, wo und wie der Verstorbene bestattet werden soll. Weiter geht es in dieser Besprechung um die Art des Grabs, ob ein Trauergottesdienst oder eine kirchliche Abdankungsfeier gewünscht ist und wie die amtliche Todesanzeige mit der privaten Todesanzeige koordiniert werden soll.

Weitere Stellen informieren

Nun solltest du die Unfall- und die Lebensversicherung des Verstorbenen anrufen und den Tod auch schriftlich mitteilen. Hat der Verstorbene einen Vorsorgevertrag abgeschlossen, musst du  diese Organisation ebenfalls informieren. 

Je nachdem, ob ihr eine kirchliche Abdankungsfeier oder ein anderes Ritual möchten, solltest du dich vom Pfarrer, von einem Ritualberater, einer Bestattungsrednerin oder einem freischaffenden Theologen beraten lassen.

Nachlass vor falschen Händen schützen

Wenn du befürchtest, dass sich jemand unrechtmässig am Nachlass des Verstorbenen bereichern möchte, solltest du Sicherungsmassnahmen ergreifen: Als Miterbe kannst du Vollmachten des Erblassers widerrufen und bei der Gemeinde die Aufnahme eines Sicherungsinventars verlangen – oder sogar eine Versiegelung der Wohnung.