Konkubinat: Das sind die Vor- und Nachteile

Konkubinat: Das sind die Vor- und Nachteile

Gertrud 20.11.20 Ø 2 Min. Lesezeit

Was spricht für das Konkubinat?

Gerade wenn ihr noch jung seid, wollt ihr vielleicht zuerst einmal das Zusammenleben als Paar ausprobieren aber trotzdem unabhängig bleiben. Unter Umständen sind es aber auch finanzielle Gründe, die euch von einer Heirat abhalten. Denn: Als unverheiratetes Paare zahlt ihr in der Regel weniger Steuern als Eheleute. («Heiratsstrafe») Im Gegensatz zu diesen werdet ihr nämlich steuerlich als Einzelpersonen veranlagt, was aufgrund der Steuerprogression vorteilhaft ist.

 

Wart ihr schon einmal verheiratet, wollt ihr euch vielleicht nicht gleich wieder fest binden. Gerade wenn ihr schon älter seid, könnte euch auch ein Blick auf die AHV-Jahresrente im Konkubinat halten. Diese fällt nämlich um maximal 14'220 Franken höher aus als bei verheirateten Paaren. Aber selbst wenn ihr euch aus rein ideellen Motiven für ein Zusammenleben ohne Trauschein entscheidet, solltet ihr unbedingt auch seine Schattenseiten kennen.

 

Was spricht gegen das Konkubinat?

Die Nachteile des Konkubinats treten vor allem dann zu Tage, sobald…

  • ihr Kinder habt,
  • einer Teilzeit arbeitet,
  • ihr euch trennt,
  • einer von euch stirbt.

 

Dies zeigt sich am deutlichsten anhand des 3-Säulen-Systems der Schweiz.

1. Säule (AHV): Hinterbliebene gehen leer aus

Lebt ihr im Konkubinat, könnt ihr euch nicht auf Leistungen der AHV verlassen. Stirbt euer(re) PartnerIn, erhaltet ihr keine Witwen- oder Witwerrente.

 

2. Säule (BVG): Keine garantierten Leistungen

Auch bei der beruflichen Vorsorge dürft ihr als hinterbliebene(r) LebenspartnerIn nicht in jedem Fall mit Leistungen der Pensionskasse rechnen. Sie richten sich nach dem Reglement der Vorsorgeeinrichtung rsp. der Zeit, die ihr im Konkubinat zusammengelebt habt.

 

  • Trennung: Kein Anspruch auf Teilung des Altersvermögen

Trennt ihr euch, habt ihr – anders als Geschiedene – keinen Anspruch auf die Hälfte des angesparten Vermögens in der 1. und 2. Säule. Das trifft besonders diejenigen hart, die aus familiären Gründen Teilzeit gearbeitet haben.

 

3. Säule (3a/3b): Strenge Begünstigungsregeln

Ob dein(e) hinterbliebene(r) LebenspartnerIn von der privaten Vorsorge profitiert, hängt davon ab, ob es sich um die gebundene (3a) oder die freie Vorsorge (3b) handelt. Die gebundene Vorsorge hat strenge Begünstigungsregeln, die Konkubinatspartner auf die gleiche Stufe wie die Kinder stellen. In der freien Vorsorge kannst du die Begünstigten frei wählen, dies zum Beispiel durch eine Risikolebensversicherung.

 

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Fazit: Zusätzliche Absicherung ist wichtig

Trotz einiger Vorteile, die das Konkubinat bietet: Unterm Strich fahren nichtverheiratete Paare deutlich schlechter als Ehepaare. Die Leistungen aus dem 3-Säulen-System bieten hinterbliebenen Konkubinatspartnern keine ausreichende Vorsorge. Kommt erschwerend dazu, dass ihnen auch kein gesetzliches Erbe zusteht. Und selbst wenn ein Testament vorliegt, kann dies den/die PartnerIn nicht immer berücksichtigen. Eltern, Kinder oder auch ein Noch-Ehepartner haben das Recht auf den Pflichtteil.

 

So kann es für Hinterbliebene nach dem Tod des(r) PartnerIn finanziell schnell eng werden, gerade wenn Kinder unterhalten oder Hypotheken bedient werden müssen. Damit dein(e) LebenspartnerIn bei deinem Tod neben dem emotionalen Schmerz nicht auch noch Geldsorgen erleiden muss, solltest du rechtzeitig vorsorgen. Eine sinnvolle Möglichkeit ist der Abschuss einer Todesfallversicherung. Sie gibt pflichtteilsberechtigten Erben nicht den Vorrang und wird bei Auszahlung sogar moderater besteuert als eine Erbschaft.

 

Lass es nicht drauf ankommen. Sichere deine(n) LebenspartnerIn bzw. deine Familie mit der Todesfallversicherung von EmmaLife ab. Sie springt im Fall der Fälle ein und unterstützt deine Liebsten, wenn du es nicht mehr kannst.