Absicherung Hypothek: Rechenbeispiele

Absicherung Hypothek: Rechenbeispiele

EmmaLife 06.12.22 Ø 3 Min. Lesezeit

Risikolebensversicherungen eignen sich ideal, um Hypotheken abzusichern und somit die Tragbarkeit sicherzustellen. Gründe für eine Risikolebensversicherung beim Hauskauf findest du hier

Berechnung Tragbarkeit: Wenn alles optimal läuft

Nehmen wir die Familie Muster als Beispiel. Emma ist 42 Jahre alt, arbeitet Vollzeit bei einer Versicherung in einer Führungsposition und verdient brutto CHF 150’000 im Jahr. Ihr Mann Marc ist 43, arbeitet mit 40%-Pensum Teilzeit als Lehrer und verdient jährlich CHF 30’000. Sie haben zwei gemeinsame Kinder im Alter von sieben und vier Jahren. Sie kaufen sich ein Einfamilienhaus für CHF 850’000 und nehmen dafür eine Hypothek über CHF 680’000 auf.

Das erforderliche Eigenkapital stammt aus dem Ersparten des Ehepaars. Schauen wir uns nun die Tragbarkeit der Hypothek an:

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Damit die Hypothek tragbar ist, muss das Ehepaar gemeinsam brutto CHF 147’900 verdienen. Emma und Marc haben ein gemeinsames Einkommen von CHF 180’000 pro Jahr, somit ist die Tragbarkeit sichergestellt.

Berechnung Tragbarkeit bei Erwerbsunfähigkeit des Hauptverdienenden

Wie verändert sich nun aber Familie Musters finanzielle Situation, sollte Emma aufgrund einer Krankheit erwerbsunfähig werden? In einem solchen Fall erhält die Familie finanzielle Unterstützung aus der 1. und 2. Säule: aus der 1. Säule inklusive Kinderrenten ca. CHF 49’612, aus der 2. Säule ca. CHF 50’000. Somit liegt das jährliche Gesamteinkommen aus den Renten und Marcs Erwerbstätigkeit bei rund CHF 130’000. Um die Tragbarkeit sicherzustellen, muss die Familie Muster eine Erwerbsunfähigkeitsrente infolge Krankheit über CHF 18’000 versichern. Ist die Erwerbsunfähigkeit die Folge eines Unfalls, ist eine Versicherung nicht notwendig, da die obligatorischen staatlichen und beruflichen Leistungen ausreichen.

Berechnung Tragbarkeit, wenn der Hauptverdienende stirbt

Über den Tod spricht niemand gerne. Dennoch ist es wichtig, dass sich (künftige) Wohneigentümer für den Fall der Fälle vorbereiten und die finanziellen Konsequenzen eines solchen Schicksalsschlags in ihre Planung einkalkulieren. Sollte Emma sterben, erhält Marc eine Witwerrente von CHF 45’888 aus der 1. Säule sowie CHF 30’000 aus der 2. Säule. So kommt er auf ein jährliches Bruttoeinkommen von CHF 106’000. Damit die Tragbarkeit der Hypothek weiterhin besteht, muss die Hypothek um CHF 150’000 amortisiert werden.

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In diesem Fall sollte Familie Muster die Amortisation von CHF 150’000 absichern. Ebenfalls absichern sollten sie den für die Minderjährigen gesetzlich festgelegten Erbe-Pflichtteil der Eigenmittel, was in diesem Fall rund CHF 40’000 beträgt. Da Marc beim Tod seiner Frau Kapitalleistungen erhält, fallen dort weitere einmalige Kapitalsteuern an, die mit einberechnet werden sollten. Sind die Kinder eines Tages volljährig, fallen die Kinderrenten weg und Marc muss entweder ihr Arbeitspensum entsprechend erhöhen oder die fehlenden Kinderrentenbeiträge über die Todesfallversicherung mit einberechnen. Unter Berücksichtigung all dieser Aspekte sollte Familie Muster eine Todesfallrisikoversicherung mit einer Versicherungssumme von mindestens CHF 200’000 abschliessen.